Schwerin – Ein Hinweis eines Zeugen hat am Mittwochabend eine Trunkenheitsfahrt in Schwerin aufgedeckt. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen leistete der Fahrer erheblichen Widerstand.
Gegen 21.20 Uhr kontrollierten Beamte der Polizei den 70-jährigen deutschen Fahrzeugführer in der Güstrower Straße. Bereits bei der Kontrolle rochen die Ermittler Alkohol aus dem Fahrzeug, zudem zeigte der Mann typische alkoholbedingte Ausfallerscheinungen. Nach Vorwurf der Trunkenheit reagierte der 70-Jährige zunächst verbal aggressiv und widersetzte sich den polizeilichen Anordnungen. Ein Atemalkoholtest verweigerte er.
Für eine Blutprobenentnahme sollte der Mann ins Polizeihauptrevier gebracht werden. Beim Transport in den Streifenwagen leistete er massiven Widerstand, sperrte sich aktiv gegen die Maßnahmen und trat einer 31-jährigen Beamtin ins Gesicht. Die Beamtin zog sich Schmerzen zu, blieb jedoch dienstfähig. Auch während der anschließenden Blutprobenentnahme durch einen Arzt setzte der Beschuldigte seinen Widerstand fort.
Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich außerdem heraus, dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und das von ihm geführte Fahrzeug nicht ordnungsgemäß zugelassen war. Gegen den 70-Jährigen wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.