Schwerin – Die Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend gGmbH und der Skatepark Lankow e.V. haben heute ihr gemeinsames Nutzungskonzept für die ehemalige BMK-Halle in der Weststadt bei der Landeshauptstadt Schwerin eingereicht. Ihre Vision: Die alte Sporthalle soll zu einem urbanen Bewegungs- und Begegnungsort mit Strahlkraft für die gesamte Region werden. Im Mittelpunkt des Konzepts BMK2 stehen eine ganzjährig nutzbare Indoor-Skatehalle sowie ein vielseitiger Multifunktionsbereich, der Raum für Sport, Bildung, Kultur und Begegnung schafft. Ein Bereich zum Bouldern ergänzt das Angebot.
Mit ihrem Konzept wollen die Projektpartner aktuell fehlende Indoorflächen für urbane Sportarten und zugleich einen soziokulturellen Treffpunkt für Schwerin schaffen. Die BMK2-Halle soll Menschen aller Generationen und mit unterschiedlichen Voraussetzungen zusammenbringen. Das Konzept verbindet moderne Bewegungskultur mit sozialer Arbeit und setzt bewusst auf Teilhabe, Inklusion und gemeinschaftliches Engagement. Die Skatehalle soll Raum für Skateboarding, Inlineskating, Rollschuhlaufen und Stunt-Scooter bieten – auch die Nutzung mit Aktiv- und Skaterollstühlen ist vorgesehen. Workshops, Ferienangebote, Vereinsveranstaltungen und ein geplanter Verleih von Skateboards und Schutzausrüstung ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang für Kinder und Jugendliche. Der Multifunktionsbereich erweitert die Halle zu einem lebendigen soziokulturellen Treffpunkt. Geplant sind unter anderem Sport- und Bewegungsangebote, Workshops, Bildungsformate, Stadtteilaktionen sowie kleinere Kulturveranstaltungen. So soll ein Ort entstehen, der weit über den Sport hinaus Begegnung ermöglicht und das gesellschaftliche Miteinander stärkt.
„Mit der BMK2-Halle können wir einen Ort schaffen, an dem Sport zum Türöffner für Begegnung, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe wird“, sagt Olaf Hagen, Geschäftsführer der Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend gGmbH. „Gerade Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie Gemeinschaft erleben, sich ausprobieren und Unterstützung erfahren können. Gemeinsam möchten wir einen offenen Raum schaffen, der das soziale Leben in Schwerin nachhaltig bereichert.“
Der Bedarf an Indoorflächen ist groß: Die Skateboard-Workshops des Skatepark Lankow e.V. sind seit Jahren regelmäßig voll ausgelastet. Gleichzeitig gibt es in Schwerin bislang keine wetterunabhängige Trainingsmöglichkeit – die nächste vergleichbare Indoor-Anlage befindet sich mehr als 100 Kilometer entfernt. „Unsere Skateworkshops zeigen, wie groß das Interesse am Skateboarding ist“, sagt Christoph Hanke, Vorstandsmitglied des Skatepark Lankow e.V. „Mit einer Indoor-Skatehalle könnten wir unsere Angebote endlich ganzjährig durchführen – unabhängig von Wetter und Jahreszeit. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Vereinsarbeit und gibt vielen Skatebegeisterten die Chance, ihren Sport dauerhaft auszuüben.“
Für die Projektpartner ist die BMK2-Halle weit mehr als eine Sportstätte. Sie sehen in ihr eine große Chance für die Stadtentwicklung: Ein lebendiger Ort für Bewegung, Begegnung und Beteiligung, der die Attraktivität Schwerins stärkt, neue Zielgruppen anspricht und eine bestehende Halle nachhaltig mit neuem Leben füllt.