Schwerin – Sechs Monate nach der Grundsteinlegung für Schwerins erstes Fahrradparkhaus wurde am Freitag Richtfest für die Mobilitätsstation direkt gegenüber dem Stadthaus gefeiert. Errichtet wird das hybride Bauwerk aus Beton und Holz durch das Zentrale Gebäudemanagement der Landeshauptstadt. „Der Rohbau steht, wir liegen im Zeitplan. Gerade an diesem zentralen Mobilitätsknoten wollen wir bis zum Jahresende eine ausreichende Anzahl, sicherer und gut erreichbarer Abstellmöglichkeiten schaffen. Unser Anspruch ist eine durchdachte Lösung, die den Umstieg aufs Rad und auf den öffentlichen Verkehr erleichtert“, sagte ZGM-Werkleiterin Dr. Valerie Elss beim Richtfest im Beisein von Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.
Die zweistöckige Mobilitätsstation bietet über 300 Stellplätze für Fahrräder, darunter spezielle Bereiche für Langzeitparker, E-Bikes und Lastenräder. Sie umfasst einen Fahrradverleih sowie ein öffentlich zugängliches, barrierefreies WC.
Eine befahrbare Rampe mit 11-prozentiger Neigung wird einen leichten Zugang zum Obergeschoss gewährleisten. Die Fassade aus recyceltem Ziegelmauerwerk und vertikalen Holzlamellen macht die inneren Funktionszonen klar erkennbar. Auf dem teilweise begrünten Flachdach sorgt eine Photovoltaik-Anlage für Energieeffizienz. Durch die L-förmige Gebäudeform entsteht ein einladender Vorplatz.
Die Investition in Höhe von 3,2 Millionen Euro wird mit 90 Prozent von Land und Bund gefördert, 3 Prozent des städtischen Eigenanteils übernimmt zudem die Metropolregion Hamburg. Für Oberbürgermeistern Sebastian Ehlers gehört die Mobilitätsstation unbedingt zu einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur dazu: „Fahrradparkhäuser fördern den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad, benötigen deutlich weniger Raum als Parkplätze für Autos. Unsere Mobilitätsstation verbessert Sicherheit, Komfort und Verlässlichkeit des Radfahrens in Schwerin.“
Als Standort in der Nähe des Hauptbahnhofs hat die Stadt ein eigenes Grundstück Am Packhof zur Verfügung gestellt. Mit dem Grunthalplatz befindet sich zudem ein wichtiger Knoten- und Umstiegspunkt für zahlreiche Buslinien und die Straßenbahn in unmittelbarer Nachbarschaft.
Das Bauwerk wird Ende 2026 fertiggestellt, die Inbetriebnahme ist im ersten Quartal 2027 geplant. Den Baufortschritt können Schwerinerinnen und Schweriner live über eine Baustellenkamera verfolgen, die über www.schwerin.de erreichbar ist.
Betreiber wird der Nahverkehr Schwerin (NVS) sein, der damit auch sein eigenes Verleihgeschäft erweitern möchte. Interessenten für Stellplätze können sich gern schon unverbindlich an den NVS wenden und ihre Kontaktdaten per Mail an info@nahverkehr-schwerin.de senden. Der Nahverkehr meldet sich dann Anfang 2027 bei den Interessenten zurück.