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Südamerika-Haus im Zoo Rostock braucht dringend eine Frischekur

Umfangreiche Sanierung hat am 8. Juni begonnen

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Rostock – Mit dem Südamerika-Haus nimmt der Zoo Rostock eines seiner markanten Tierhäuser in den Fokus. Seit dieser Woche ist das Haus im historischen Zooteil für mehrere Monate geschlossen, um umfassend modernisiert und zukunftsfähig weiterentwickelt zu werden. Aktuell befinden sich zudem die Sanierung und der Wiederaufbau des denkmalgeschützten Eingangs an der Trotzenburg in der finalen Phase.

„Mit dem Südamerika-Haus investieren wir gezielt in eine unserer beliebten Tieranlagen. Mit modernen technischen Lösungen und verbesserten Haltungsbedingungen schaffen wir die Voraussetzungen, künftig noch mehr stark bedrohte Tierarten in den Fokus zu stellen und unser Engagement im Natur- und Artenschutz weiter auszubauen. Die kontinuierliche Modernisierung unserer rund 70 Bestandsanlagen ist für die Weiterentwicklung des Zoos ebenso wichtig wie die Umsetzung großer Neubauprojekte“, betonte Antje Angeli.

Das 1998 eröffnete Südamerika-Haus erhält unter anderem modernisierte Heizungs- und Lüftungstechnik, erneuerte Bodengründe für eine leichtere Begehbarkeit, neue beziehungsweise angepasste Kletterstrukturen sowie widerstandsfähigere Wandoberflächen. Darüber hinaus werden einzelne Gehege neu strukturiert und teilweise zusammengelegt. So entstehen für die Tiere künftig mehr Platz und abwechslungsreichere Nutzungsmöglichkeiten. 

Teilweise neuer Tierbestand nach Wiedereröffnung
Während der Bauzeit ziehen die Tiere vorübergehend in andere Bereiche des Zoos um. Die Rothandtamarine werden auf der bisherigen Tamarin-Insel zwischen dem Aquarium und dem Gehege der Baumkängurus untergebracht. Weitere Tiere wechseln in das Altweltaffen-Haus oder das Darwineum im neuen Zooteil und sind dort vorübergehend nicht für Besucherinnen und Besucher zu sehen.

Nach Abschluss der Modernisierung wird das Südamerika-Haus weiterhin dem Thema Südamerika gewidmet bleiben. Geplant ist jedoch, den Tierbestand schrittweise weiterzuentwickeln. Langfristig sollen einige Arten, die derzeit nicht als gefährdet eingestuft sind, durch stärker bedrohte Tierarten ersetzt werden. Bereits fest steht, dass die Rothandtamarine auf der Tamarin-Insel verbleiben werden, um den Fokus auf den Artenschutz weiter zu stärken. Die Wiedereröffnung des modernisierten Hauses ist für 2027 vorgesehen. Über den Fortschritt der Arbeiten wird der Zoo Rostock künftig in einem Bautagebuch informieren.

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