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Asiatische Löwin im Zoo Schwerin bringt drei gesunde Welpen zur Welt

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Schwerin – Das Team des Schweriner Zoos hat Grund zur Freude: Die Asiatische Löwin „Heidi“ hat am 7. Januar gleich drei Jungtiere zur Welt gebracht. Die Geburten fanden innerhalb mehrerer Stunden im Laufe des Nachmittags statt und verliefen ohne Komplikationen. Mutter und Nachwuchs sind wohlauf, die Jungtiere werden von Heidi aufmerksam und fürsorglich versorgt. Vater der drei ist Kater „Shapur“.

Für den Zoo ist die Geburt der drei Löwenjungen ein besonderes Ereignis. „Dass alle drei Jungtiere vital sind und von Heidi angenommen wurden, ist eine sehr positive Entwicklung für die Löwin“, sagt Zoodirektor Dr. Tim Schikora. Die erfahrene Löwin zeige ein ausgeprägtes Mutterverhalten. „Bei drei Jungtieren ist sie damit mehr oder weniger rund um die Uhr beschäftigt, aber sie macht das bislang wirklich sehr gut“, ergänzt Schikora.

Heidi hatte zuletzt im August 2025 ein einzelnes Jungtier zur Welt gebracht, das leider nicht überlebte. Umso größer ist nun die Erleichterung über den aktuellen Wurf. „Gerade vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, dass es Heidi und ihren drei Jungtieren gut geht. Für uns ist das durchaus ein emotionaler Moment und ein wichtiger Erfolg unserer Arbeit“, so Schikora.

Die Jungtiere werden in den kommenden Wochen zunächst in den geschützten rückwärtigen Bereichen der Löwenanlage bleiben. Dort haben sie die nötige Ruhe, um sich in den ersten sensiblen Lebenswochen gut zu entwickeln. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt. Erste tierärztliche Untersuchungen sind Ende Februar geplant. Bis dahin beobachtet das Tierpflege-Team die Familie engmaschig, greift aber nur so wenig wie möglich ein. Zoogäste können im Rote Liste Zentrum das Treiben in der Wurfbox auf einem Bildschirm beobachten.

Heidi hat Mutterqualitäten bereits bewiesen
Löwin Heidi hat mit 14 Jahren bereits ein höheres Alter für Asiatische Löwinnen erreicht. Im Jahr 2023 brachte sie bereits zwei gesunde Welpen zur Welt und zog diese auch im Zoo auf. Die Geschwister „Ravi“ und „Kirana“ sind im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) im vergangenen Jahr nach Schweden und Großbritannien vermittelt worden. Beide haben sich dort gut eingelebt und in die jeweilige Gruppe integriert. Eigener Nachwuchs der Schweriner Sprösslinge kann allerdings noch nicht verkündet werden. 

Derzeit zieht auch Löwin „Rubi“ ihr Jungtier in Schwerin auf. Die kleine „Manika“ ist inzwischen etwas mehr als ein halbes Jahr alt und tollt schon regelmäßig mit den anderen Löwen auf der Außenanalage herum. Bis alle jungen Löwen sich kennenlernen, wird es aber noch einige Wochen dauern. „Wir freuen uns darauf, das gesamte Rudel dann im Frühjahr zusammenzuführen. Für alle Tiere wird das eine Bereicherung sein.“

Zoo leistet wichtigen Beitrag zum Erhalt einer stark gefährdeten Art
Geburten bei den Asiatischen Löwen im Schweriner Zoo bedeuteten auch einen weiteren Erfolg beim Schutz dieser stark gefährdeten Art. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wird versucht, eine gesunde Reservepopulation der Asiatischen Löwen aufzubauen und zu erhalten. Da in der Natur nur noch wenige hundert Tiere innerhalb eines einzigen Gebietes in Indien leben, gilt die Art als besonders anfällig. Naturkatastrophen oder Seuchen könnten die Population schnell schwächen. Der Zoo Schwerin beteiligt sich mit der Zucht und Haltung der Asiatischen Löwen als einer von 43 Zoos europaweit am EEP.

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