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Die Oldies der Ü40 des F.C. Hansa Rostock sind Deutscher Meister!

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Rostock – Bei angenehmen Temperaturen und morgendlichem Nebel präsentierten sich die Spielflächen am Olympiastadion im besten Zustand, die vielen Zuschauer und Fans der aus ganz Deutschland angereisten Mannschaften waren bester Stimmung. Beim 7. DFB-Ü40-Cup am 14./15. September in Berlin trafen aufeinander:

Staffel A: TuS Troisdorf, FC Bayern München, Hertha BSC, TSV Reinbek, FV Schwalbach 09

Staffel B: SV Hermersberg, TSG Mörse, FC Hansa Rostock, SG Ueberau/Groß, Bieberau, Blau-Weiß Dingden

Diese zehn Teams hatten sich über die Kreis-, Landes –und Verbandsmeisterschaften in einem Zweijahreszyklus für diese Endrunde qualifiziert. Die Oldies der Ü40 des F.C. Hansa Rostock hatten sich 2012 erstmalig qualifiziert und gleich den Titel geholt. Als NOFV-Meister 2013 wurde sich erneut qualifiziert, so dass nun die "Mission Titelverteidigung" in Angriff genommen werden konnte.

SV Hermersberg – F.C. Hansa 1:0 (0:0)

Im ersten Turnierspiel traf der Titelverteidiger auf den SV Hermersberg aus Rheinland-Pfalz. Hansa eröffnete das Spiel mit einem ersten Schuss von Reif auf die rechte Torecke, den der Torwart gerade noch zur Ecke lenken konnte. Hermersberg agierte dann deutlich aktiver, störte früh. In der 5. Minute dann die erste dicke Gelegenheit für den Meister Südwest, als eine zu kurze Abwehr zu einem strammen Schuss halbhoch links führte. Doch Gensich machte sich lang und hielt bravourös. Das Spiel von Hansa wirkte etwas zerfahren, die Pässe in die Spitze kamen nicht an. Rillich sah nach einer – in diesem Turnier verbotenen – Grätsche die gelbe Karte (10.). Beide Mannschaften erarbeiteten sich keine klaren Gelegenheiten. Kurz vor der Pause zielte Reif noch einmal rechts am Tor vorbei. Das etwas nervöse Spiel der Hanseaten setzte sich nach der Pause fort, Hermersberg bekam einen Freistoß halblinks, der allerdings in der Mauer landete. Der Rostocker Gegenstoß misslang, ebenso der folgende Abwehrversuch. Das 0:1 aus der Sicht der Hanseaten in der 17. Spielminute: Der Ball wurde vom Hermersberger Mittelfeldspieler gekonnt ins rechte obere Eck geschlenzt, Torhüter Gensich war die Sicht versperrt. Hansa versuchte es nun intensiver, es wollte sich kein Rhythmus einstellen. Wilken mit einem 25-m-Schuß hoch unter die Latte stellte den Torhüter vor ernste Probleme (22.). Rillich versuchte es wenig später von halblinks mit einem Schrägschuss. Die Zeit lief den Hanseaten davon, in den letzten zwei Minuten wurde Dauerdruck er-zeugt. In einer unübersichtlichen Szene wurde ein Handspiel im Strafraum nicht geahndet. Dann noch einmal Freistoß in zentraler Position. Beinlich zieht den Ball um die Mauer herum, dem Torhüter gelingt es jedoch, den Ball aus der Ecke zu holen. Damit war die Niederlage besiegelt und Hansa gleich unter Druck für den weiteren Turnierverlauf.

F.C. Hansa Rostock – TSG Mörse 4:0 (2:0)

Im zweiten Turnierspiel ging es gegen den Vizemeister Niedersachsens TSG Mörse, beheimatet im südlichen Teil der VW-Stadt Wolfsburg. Hansa suchte seine Form und begann das Treffen deutlich aktiver. Nach einigen Minuten stellte sich auch die gewohnte Passsicherheit ein. In der 7. Minute spielt Beinlich rechts auf den durchlaufenden Wilken durch, seine präzise Flanke erreicht März am Fünfmeterraum. Der Innenverteidiger vollendet mit Kopfball gegen die Laufrichtung des Torhüters. Hansa kontrolliert die Begegnung. Weilandt spielt sich auf der rechten Seite durch drei Verteidiger durch und zieht den Ball am Keeper vorbei an den langen Pfosten, der Ball rollt die Torlinie lang und landet auch am zweiten Pfosten. Lange stößt energisch nach und drückt den Ball zum 2:0 über die Linie (13.). Nach dem Seitenwechsel setzt Hansa weiter nach, Reif hat wieder Pech mit einem Pfostentreffer. Beinlichs Drehschuss (20.) aus guter Position wird vom Torwart entschärft. Fünf Minuten später spielt der Mittelfeldakteur seinen Stürmer Reif auf der linke Seite frei, der beherzt abzieht und halbhoch in die lange Ecke trifft. Beinlich drückt dem Spiel seinen Stempel auf, geht in der Mitte durch und kann den Ball dann doch nicht am Torwart vorbeibringen. Lange setzt wieder nach und wird mit dem 4:0 belohnt.

F.C. Hansa Rostock – SG Ueberau/Groß Bieberau  3:0 (2:0)

Nach dem überzeugenden Sieg waren die Hansa-Oldies nun hoch motiviert, sich mit weiteren drei Punkten in Stellung zu bringen für den möglichen Halbfinaleinzug. Von der ersten Minute an wurde der Gegner dominiert. In der sechsten Minute umspielt Reif auf der rechten Seite zwei Verteidiger und bedient Wilken, der wiederum direkt zu Weilandt zentral weiterleitet. Dessen Linksschuss fliegt unhaltbar zum 1:0 in den linken Torwinkel. Beinlich versucht sich mit einem Dribbling von der Mittellinie, umspielt vier Gegner und vollendet überlegt zum 2:0 (9.). Die Hansas Oldies ließen keinen Zweifel daran, dass die drei Punkte auf der Haben-Seite verbucht werden. Reif mit Solo auf der linke Seite und scharfer Flanke auf Beinlich, der sofort auf Weilandt abtropfen lässt, dessen Dribbling gerade noch zur Ecke geklärt werden kann. Dowe nach dem Seitenwechsel mit einem Distanzschuss von der Mittellinie über den zu weit vor dem Tor postierten Keeper hat noch Pech, als sich der Ball auf das Tor senkt. Reif ebenso, dessen Heber auf dem Tor landet. Chancen ergeben sich im Minutentakt. Röhrich wird dann mustergültig freigespielt und hat keine Mühe zum 3:0 Endstand zu vollenden.

F.C. Hansa Rostock – Blau Weiß Dingden 4:0 (3:0)

Im letzten Gruppenspiel am Sonntag wollte der F.C. Hansa den Einzug ins Halbfinale des DFB-Ü 40-Cups perfekt machen. Blau-Weiß Dingden, beheimatet im industriellen Herz Deutschlands, dem Ruhrpott, begann forsch und wollte durch Pressing beeindrucken. Das gelang allerdings nur in den ersten drei Minuten. Dann übernahmen die Rostocker die Initiative, ließen den Ball ruhig durch die Reihen laufen, um dann urplötzlich anzuziehen. So kam Beinlich in der 4. Minute gleich zu einer Doppelchance aus Nahdistanz, die er noch nicht verwandeln konnte. Auch Reif, der links durchgebrochen war, scheiterte mit seinem Schuss auf die linke Torecke, der Torhüter lenkte den Ball an den Pfosten. In der 8. Minute schlenzte Dowe vom Strafraum den Ball mit dem Außenrist zum 1:0 unhaltbar in die linke Ecke. Dingden wurde nun in der eigenen Hälfte eingeschnürt und musste durch Beinlich nach feinem Doppelpass mit Reif das 2:0 hinnehmen. Nun war der Hansafanblock Chef im Stadion. Die mitgereisten Fans und Spielerfrauen konnten dann kurz vor der Pause den dritten Treffer durch Lange bejubeln. Die Partie war entschieden. In der zweiten Hälfte kontrollierte Hansa das Spiel, wechselte durch, um Kräfte zu sparen. Es wurde nun viel direkt gespielt, um dem Kontrahenten die Balleroberung zu erschweren. Herausragende Chancen gab es nicht zwar nicht mehr, doch gelang Beinlich nach einem weiten Einwurf von den rechten Seite aus halbrechter Position am Strafraum der Schlusspunkt zum 4:0 (30.). Hansa steht im Halbfinale!

F.C. Hansa Rostock – FC Bayern München 2:2 (2:1) 4:2 i.E.

Hansas "Oldies" ziehen als Staffelzweiter in das Halbfinale gegen den Sieger der Staffel A, FC Bayern München ein. Das interne Minimalziel war erreicht, nun folgte die Kür. Beide Teams begannen vorsichtig, Bayerns erster Schuss landete weit daneben. In der 4. Minute war die Rostocker Abwehr auf der linken Seite nicht im Bilde, die scharfe Hereingabe  konnte der Bayern-Stürmer in der Mitte unbedrängt zum 0:1 einschieben. Allerdings stand der Flanken-geber zuvor klar im Abseits. Kurzzeitig schien Bayern Oberwasser zu gewinnen. Dann jedoch spielt Weilandt aus dem Mittelfeld mit weitem Pass auf Beinlich, der Dowe direkt in der Mitte bedient. Der spielt seinen Gegner aus und vollendet gekonnt in die rechte Ecke zum 1:1 (8.). Hansa hat jetzt mehr vom Spiel, drückt die Münchner in die eigene Hälfte. Beinlich mit Flanke auf Reif, dessen Kopfball geht vorbei. Wilken mit Schussversuch, drei Blaue verpassen den Abpraller um Haaresbreite. Dann wird Weilandt auf die Reise geschickt, dringt links in den Strafraum ein und wird gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelt Lange in die linke Ecke, täuscht dabei den Torhüter. Hansa führt mit 2:1 kurz vor der Pause. Nach der Pause wird das Spiel ruppiger, Bayern versucht mit allen Mittel zum Erfolg zu kommen, kann die Hanseaten oft nur mit unfairen Mittel stoppen. Ellenbogencheck gegen Reif, ständiges Halten im Zweikampf sind Dinge, die im Altherren-Fußball nichts zu suchen haben. Zu guter Letzt führte eine harmlose Situation im Hansa-Strafraum bei einem Gerangel von Lange gegen seinen Gegenspieler zum Strafstoß, den Bayern kurz vor Ultimo zum 2:2-Ausgleich nutzte. So musste wie im letzten Jahr das Elfmeterschießen die Entscheidung über den Finaleinzug bringen. Und wieder konnte Gensich mit seiner Erfahrung einen Strafstoß halten, ein weiterer ging an den Pfosten. Während Lange knapp über das Tor zielte, trafen alle anderen. Finale!

Elfmeterschießen:

1:0 März, Nicklaus an den Pfosten, 2:0 Wilken, 2:1, 3:1 Finck, Gensich hält, Lange übers Tor, 3:2, Beinlich 4:2.

FC Hansa Rostock – SV Hermersberg 0:0 (0:0), 4:2 n.E.

Finale in Berlin! Unter den Klängen der DFB-Pokalfinalhymne liefen mit dem SV Hermersberg und dem F.C. Hansa Rostock die beiden Protagonisten der Staffel B im Friesenstadion im Olympiapark auf. Die Stimmung war mit der im benachbarten Olympiastadion beim DFB-Pokalfinale vergleichbar. Vuvuzelas, Trommeln, Klatschen – alles, was Lärm machte, kam zum Einsatz. Im Spiel um Platz 3, dass der norddeutsche Meister Reinbek aus Hamburg gegen den Südmeister FC Bayern mit 1:0 gewann, wurde auf der Tribüne so manches Stimmband strapaziert.

Im Gegensatz zur Staffelbegegnung begann Hermersberg im Finale ruhiger, keines der Teams wollte einen Fehler machen. Erste Gefahr kam auf durch Beinlich, der einen Freistoß von halb links über die Latte zirkelte. Dowe verpasst eine Eingabe von Finck von der linken Seite nur knapp. Hermersberg versucht mit langen Bällen seine Stürmer zu erreichen, Hansas Abwehr lässt in der ersten Hälfte kaum etwas zu. Erst in der 14. Minute muss Gensich seine ganze Routine einbringen, um dem durchgebrochenen Stürmer auf der rechten Seite den Ball vom Fuß zu holen. Zur Halbzeit 0:0. Es dauerte bis zur 20. Minute, dann brannte es lichterloh im Hermersberger Strafraum. Erst verpasste März eine Finck-Flanke von links. Wilken erläuft den Ball jedoch und bringt die Flanke zurück, Beinlich trifft aus der Drehung nur den Pfosten. Nun merkt man den Spielern den Kräfteverschleiß an. Reif muss verletzt ausscheiden, für ihn agiert Röhrich als einzige Spitze. Alles läuft wieder auf eine Strafstoßlotterie hinaus. Beinlich mit einem letzten Kopfball am langen Pfosten vorbei.

Elfmeterschießen: März gehalten, Gensich hält, 1:0 Wilken, 1:1, 2:1 Finck, Gensich hält, 3:1 Lange, 3:2, 4:2 Beinlich.

Die Hanseaten sind am Ziel, können erneut den DFB-Ü40-Cup in den Berliner Himmel recken und damit den Titel eines Deutschen Meisters verteidigen. Bei der Siegerehrung gab es viel Applaus. Stefan Beinlich wurde als Bester Spieler geehrt, Timo Lange konnte sich die Torjägerkrone aufsetzen. Anschließend fuhr Hansa-Busfahrer Heiko Aschenbrenner eine ausgelassene Truppe nach Rostock zurück.

Sie holten den Titel in Berlin:

Gensich; März, Lange, Rillich, Strubelt, Dowe, Weilandt, Beinlich, Wilken, Röhrich, Reif, Finck, Hermerschmidt, Senkel, Ullrich. Trainer Albrecht und Sykora, Mannschaftsleiter Thomas Strehlow. Die Hansa-Oldies danken vor allem auch ihren leider verletzten Spielern, die in den letzten zwei Jahren ihren Beitrag geleistet haben: Bullerjahn, Wagner, Baumgart, Engels, Westphal und Kleiminger.

Der F.C. Hansa Rostock beglückwünscht den Deutschen Meister 2013!

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