Geht der Schuss nach hinten los? Spritpreise steigen trotz neuer Regel deutlich!

Tankstellen nutzen erstes Erhöhungsfenster

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Teurer Tag an der Zapfsäule. Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Schwerin – Die neue gesetzliche Regelung für Kraftstoffpreise ist seit Mittwoch in Kraft – und zeigt bereits am ersten Tag deutliche Auswirkungen. Tankstellen dürfen ihre Preise nun nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Zunächst ging es für Autofahrer allerdings nach oben.

Nach Angaben des ADAC stieg der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 kurz nach 12 Uhr auf 2,175 Euro. Das entspricht einem Plus von 7,6 Cent im Vergleich zu den Preisen kurz vor Mittag. Auch Diesel verteuerte sich um 7,5 Cent auf 2,376 Euro pro Liter. In Schwerin lagen die Preise am Abend etwas unter diesen Werten.

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Damit erreichten die Kraftstoffpreise den bislang höchsten Stand des Jahres.

Hintergrund ist die neue Vorgabe der Bundesregierung, mit der die starken Preisschwankungen an den Zapfsäulen eingedämmt werden sollen. Vorbild ist eine ähnliche Regelung in Österreich. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Der ADAC sieht die Wirkung allerdings kritisch. Experten befürchten, dass mögliche Preissteigerungen am Ölmarkt künftig bereits im Voraus eingepreist werden könnten. Ob Verbraucher tatsächlich dauerhaft profitieren, bleibt daher offen.