Schwerin – Gegen 19 Uhr am Dienstagabend meldete eine Zeugin der Polizeiinspektion Schwerin einen gefährlich fahrenden Pkw auf der B106. Ein schwarzer BMW soll aus dem Beschleunigungsstreifen des Sieben-Seen-Parks heraus auf die Bundesstraße eingefahren und die Ausfahrt missachtet haben.
Die Zeugin, die selbst die B106 aus Richtung Neumühle in Richtung Dreesch befährt, berichtete, dass der BMW bereits beim Einfädeln mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Beim Versuch, sich den links neben ihm fahrenden Pkw einzuordnen, habe der Fahrer die durchgezogene Linie ignoriert und den Fahrtweg des vorausfahrenden Autos geschnitten. Eine Gefährdung müsse durch eine abrupte Gefahrenbremsung vermieden worden sein.
Im weiteren Verlauf setzte der BMW-Fahrer seine riskante Fahrweise fort: Er sei teils mittig auf der Fahrbahn gefahren und habe erneut die Spuren anderer Verkehrsteilnehmer gekreuzt, wodurch auch weitere Fahrzeugführer zu Gefahrenbremsungen gezwungen wurden. Die gefährliche Fahrweise zog sich über mehrere Abschnitte der B106 hin.
Nach bisherigen Erkenntnissen haben mehrere bislang unbekannte Fahrzeugführer durch das Verhalten des BMW-Fahrers Gefahr erlebt. Die Polizei konnte den Fahrer wenig später anhalten und kontrollieren. Der 28-jährige Festgenommene gab an, unter Zeitdruck zu stehen und deshalb andere Fahrzeuge überholen zu müssen. Aufgrund der festgestellten Gefährdung beschlagnahmten die Beamten den Führerschein und untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
Die Polizei Schwerin bittet Zeugen sowie weitere geschädigte Fahrzeugführer, die durch das Fahrzeugmanöver gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer 0385 / 5180-2224 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.