Schwerin – Am 24.4. fand nahe der Schlossbrücke in Schwerin eine genehmigte Versammlung statt. Insgesamt nahmen sechs Personen teil; der Versammlungstitel lautete: „Stoppt die Masseneinwanderung und die Islamisierung Deutschlands“.
Während der Veranstaltung schlug ein vorbeifahrender Fahrradfahrer einem der Teilnehmer unvermittelt auf ein Plakat, das der Geschädigte auf dem Rücken trug. Dadurch erlitten die Betroffenen leichte Schmerzen. Der Radfahrer entfernte sich unerkannt in Richtung Innenstadt.
Beim Anzeigenaufnahmeverfahren kam es zu einer Beleidigung der Versammlungsteilnehmer durch einen Passanten, der lautstark Beschimpfungen in Richtung der Versammlung rief. Als Beamte die Personalien des Mannes feststellen wollten, verweigerte er zunächst die Aushändigung eines Ausweisdokuments. Bei der anschließenden Durchsuchung setzte er sich gegen die Maßnahme zur Wehr. Die Durchsuchung wurde zwangsweise durchgeführt und führte zur Auffindung des Ausweises.
Nach den polizeilichen Maßnahmen erhielt der Störer einen Platzverweis und wurde vor Ort entlassen. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen Beleidigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Zudem wurden im Zusammenhang mit der Versammlung drei weitere Anzeigen wegen Beleidigung sowie eine Anzeige wegen der eingangs beschriebenen Körperverletzung gefertigt. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Alle Beteiligten sind deutschen Staatsangehörigen.