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Stadt und Schlosspark-Center beauftragen lokalen Graffiti-Künstler

Neue Street Art wertet Treppenanlage an der Wittenburger Straße

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Schwerin – Ein bislang eher unscheinbarer Durchgang in der Schweriner Innenstadt bekommt ein neues Gesicht: Die Treppenanlage am Wittenburger Berg zwischen Wittenburger Straße und dem Seiteneingang des Schlosspark-Centers hat sich in den vergangenen Tagen in ein großflächiges Street-Art-Kunstwerk verwandelt. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Landeshauptstadt Schwerin, des Schlosspark-Centers, des Coworking Spaces und Cafés „tisch“ sowie des Schweriner Graffiti- und Street-Art-Künstlers Dominique Köser.

Ausgangspunkt war das Erscheinungsbild der Treppenanlage und der angrenzenden Wand an der Wittenburger Straße 16a/b. Graffiti-Tags und Schmierereien prägten dort zuletzt das Bild. Elisa Witt, Betreiberin des unmittelbar angrenzenden „tisch“, brachte deshalb die Idee für eine künstlerische Neugestaltung ins Gespräch. Gemeinsam mit Citymanager Stefan Purtz, dem Management des Schlosspark-Centers und Dominique Köser entwickelte sich daraus das nun gut sichtbare Kooperationsprojekt.

Ab dem 10. September wurden Wand und Treppenanlage zunächst gründlich gereinigt und anschließend über mehrere Tage hinweg künstlerisch gestaltet. Dominique Köser bezog dabei nicht nur die große Wandfläche und die Vorderseiten der Treppenstufen mit ein, sondern auch den vorhandenen Abfallbehälter und den Verteilerkasten. So entstand aus den einzelnen Flächen ein zusammenhängendes Gesamtbild. Nach Fertigstellung wurde das Kunstwerk mit einem Anti-Graffiti-Schutz versehen.

Inhaltlich erzählt die Gestaltung von Schwerin und vom Leben in der Stadt. „Unsere Leitidee war, keine Ansammlung von Sehenswürdigkeiten zu zeigen, sondern eine kleine Szene aus dem Schweriner Alltag“, erzählt Citymanager Stefan Purtz. „Es geht um Begegnung und

Lebensqualität, um eine lebendige, nachhaltige und familienfreundliche Innenstadt. Zugleich finden sich Motive wieder, die Schwerin besonders machen: das Welterbe-Residenzensemble, die Nähe zu Wasser und Natur und unser reiches architektonisches Erbe.“

Damit greift das Kunstwerk zugleich Themen auf, die sich im Markenprozess der Landeshauptstadt als besondere Stärken Schwerins herauskristallisiert haben. Auch das Schlosspark-Center beteiligte sich an dem Projekt. „Wir haben den gestalterischen Impuls unserer Mieterin Elisa Witt gern aufgegriffen“, sagt Centermanager Kai Wachsmuth. „Der Bereich ist eine wichtige Verbindung zwischen Wittenburger Straße und Center. Umso mehr freuen wir uns, dass hier ein Ort entstanden ist, der Aufmerksamkeit weckt und das Umfeld sichtbar aufwertet.“

Für die Landeshauptstadt ist das Projekt zugleich ein Beispiel dafür, wie sich mit gemeinschaftlichem Engagement auch kleinere Stadträume verändern lassen. Die künstlerische Neugestaltung am Wittenburger Berg soll deshalb nicht nur einen bislang wenig einladenden Durchgang verschönern, sondern auch einen Impuls für die weitere Entwicklung des Platzbereichs geben. Die Kosten für die Umsetzung tragen die Landeshauptstadt Schwerin und das Schlosspark-Center gemeinsam.

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