Schlägereien, Hitlergruß und eine türkische Großfamilie sorgen für Polizeieinsätze

Münzfest in Gadebusch mit Polizeieinsatz

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Foto: POL-ME
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Gadebusch/Parchim – In Gadebusch (Nordwestmecklenburg) und Parchim (Ludwigslust-Parchim) gab es am vergangenen Wochenende für die Polizei eine ganze Menge zu tun. Sie musste mehrfach für Ruhe und Ordnung sorgen. Dabei wurden mehrere Platzverweise erteilt.

Münzfest geriet außer Kontrolle

Beim Münzfest in Gadebusch musste die Polizei im Verlauf der Feierlichkeiten in fünf Fällen wegen körperlicher Auseinandersetzungen einschreiten. Bei zwei Fällen von Körperverletzung trennten die vor Ort befindlichen Beamten die Konfliktparteien und verhinderten eine weitere Eskalation. In allen Fällen war mindestens eine beteiligte Person alkoholisiert. Die Geschädigten erlitten leichte Verletzungen, die von den Beamten vor Ort fotografisch dokumentiert wurden. Gegen vier Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren und eine 35-jährige Frau wurden Ermittlungsverfahren wegen einfacher Körperverletzung eingeleitet. Gegen einen 18-Jährigen, der ebenfalls unter Alkoholeinfluss stand, wurde zusätzlich eine Strafanzeige aufgenommen, da er auf dem Veranstaltungsgelände den sogenannten Hitlergruß zeigte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Tatverdächtigen des Platzes verwiesen. Sofern nicht anders erwähnt, handelt es sich bei allen Beteiligten um deutsche Staatsangehörige.

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Streit einer Großfamilie

In Parchim kam es ebenfalls zu einem Polizeieinsatz aufgrund eines Streits innerhalb einer Großfamilie türkischer Abstammung. An verschiedenen Orten in der Stadt, darunter am Burgdamm, am Bahnhof, in einem Supermarkt und an einer Tankstelle, trafen rund 50 bis 60 Personen aufeinander und gerieten lautstark in einen Streit. Zeitweise herrschte eine angespannte und aggressive Stimmung. Die eingesetzten Polizisten stellten keine körperlichen Auseinandersetzungen fest. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass einige Beteiligte zuvor bereits in Konflikte verwickelt waren. Einige Familienmitglieder, die teilweise aus Hamburg und anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns angereist waren, gaben an, den Streit schlichten zu wollen. Die Polizei war mit zehn Streifenwagen vor Ort, bekam die Situation unter Kontrolle und konnte die Beteiligten schließlich beruhigen. Gegen mehrere Personen wurden Platzverweise ausgesprochen. Im weiteren Verlauf entfernten sich die Beteiligten. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs ein. Der genaue Auslöser des Streits innerhalb der Familie ist derzeit noch unbekannt.