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30 Jahre im Einsatz für Kinder und Familien

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Schwerin – Wenn Kinder, Jugendliche und Familien vor schwierigen Herausforderungen stehen, brauchen sie Fachkräfte, die ihnen eine Orientierung geben. Seit 30 Jahren bieten die Hilfen zur Erziehung (HzE) von der AWO Schwerin genau diese Unterstützung. Zum Jubiläum blickt der Wohlfahrtsverband auf drei Jahrzehnte pädagogische Arbeit zurück. 

„Der wachsende Bedarf an Unterstützung für Familien und Kinder zeigt deutlich, wie wichtig die Angebote der Hilfen zur Erziehung in den letzten Jahren geworden sind und wie viele Menschen heute davon profitieren“, betonte Jugenddezernent Silvio Horn bei der Jubiläumsveranstaltung. Was 1996 mit den ersten Anlaufstellen begann, ist heute ein vielfältiges Netzwerk mit zehn Einrichtungen und rund 100 Mitarbeitern. Ob Probleme in der Erziehung, familiäre Konflikte, finanzielle Sorgen oder eine akute Lebenskrise – seit 30 Jahren geben die AWO-Mitarbeiter den Familien Unterstützung und suchen gemeinsam nach Lösungen. Zu den ältesten Angeboten gehören unter anderem die Kinder- und Jugendwohngruppe am Demmlerplatz oder das Betreute Wohnen für Jugendliche. Im Laufe der Jahre kamen weitere spezialisierte Anlaufstellen, wie die Kinderwohngruppe am Zoo oder die Junge-Mütter-Wohngruppe hinzu. 

Wie wichtig die Arbeit der HzE ist, zeigen Zahlen aus den vergangenen Jahren. Jährlich unterstützen die sozialpädagogischen Fachkräfte etwa 140 Kinder, Jugendliche und Familien in den ambulanten und stationären Einrichtungen. Der Kinder- und Jugendnotdienst der AWO verzeichnet rund 430 Inobhutnahmen, Betreuungen und Telefonberatungen im Jahr. Doch bei der Jubiläumsveranstaltung richtete sich der Blick auch auf die angespannte kommunale Haushaltslage. „Die Anforderungen steigen Jahr für Jahr. Wir erleben immer häufiger komplexe Multi-Problemlagen in Familien, oft verbunden mit psychischen Erkrankungen, fehlenden Erziehungskompetenzen und existenziellen Nöten“, erklärt Steffen Marquardt, Leiter des Bereichs Hilfen zur Erziehung/Hilfen zur Lebensbewältigung bei der AWO Schwerin. „Durch steigende Tarife und Sachausgaben kann unsere Arbeit für die Landeshauptstadt jedoch auch in Zukunft nicht günstiger werden. Erfolgreiche professionelle und nachhaltige Hilfen bedürfen eine auskünftige und sichere Finanzierung“, fügt er hinzu. Denn besonders Kinder und Familien aus Schwerin profitieren davon, wenn sie sich in den Einrichtungen positiv entwickeln. „Gäbe es diese Angebote nicht, würden wir diese Schweriner verlieren und die Anzahl von Kindeswohlgefährdungen sicher deutlich zunehmen“, ergänzt er. 

Über drei Jahrzehnte hat sich der Bereich stetig weiterentwickelt. Er steht für erfolgreiche und wertvolle soziale Arbeit, klare Strukturen und einen starken fachlichen und menschlichen Zusammenhalt aller Mitarbeiter des Bereichs HzE.

QuelleMaxpress
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